Begleithund

Die Begleithund-Prüfung

Wie der Name schon sagt, geht es darum, den Hund zu einem ständigen Begleiter auszubilden und ist damit bei unseren Einsteigern sehr belieb. Es ist sozusagen das Kleine 1x1 der Hundeschule. Wer möchte nicht gemütlich mit seinem Hunde durch die Fußgängerzone flanieren, ohne von Baum zu Baum, von Person zu Person oder von Hund zu Hund gezogen zu werden. Auch das ruhige Liegen z.B. in einem Restaurant oder Café ist sehr wünschenswert, genau wie das kurzfristige Alleinbleiben z.B. vor einer Bäckerei oder Apotheke. Dies alles wird bei uns trainiert. Zuerst auf dem Platz, um die Grundlagen zu verinnerlichen, später auch in der Stadt.

Eine Prüfung gliedert sich in drei Teile:

1. Theoretischer Teil

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Wenn der Hundeführer an noch keiner Prüfung des SV (Schäferhunde Verein) oder einem übergeordneten Verein (z.B. VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) teilgenommen hat, muss zuerst ein schriftlicher Test ablegt werden. Es handelt sich um den Sachkundenachweis, auch "theoretischer Hundeführerschein" genannt. Die Fragen umfassen folgende Bereiche:

Erwachsene und Jugendliche müssen Fragen zu den gleichen Bereichen beantworten, allerdings sind die Schwierigkeiten der Fragen unterschiedlich. Der Fragenkatalog für Erwachsene umfasst insgesamt 200 Fragen und der für Jugendliche 50 Fragen. Aus diesen Fragenkatalogen werden für die beiden Gruppen jeweils 20 Fragen ausgesucht, von denen 70% zum Bestehen richtig beantwortet werden müssen. Bevor die Prüflinge sich im praktischen Teil beweisen dürfen, werden die Fragebögen kontrolliert. Nur wer den theoretischen Test bestanden hat, wird zum praktischen Teil zugelassen.

2. Praktischer Teil
Nun kommen endlich die Hunde ins Spiel! Bevor der Platz betreten werden darf, wird der Hund auf seine Wesensfestigkeit überprüft. Zum einen muss der Hund durch eine Gruppe von Personen geführt werden, ohne sich auffällig zu verhalten (z.B. durch Anspringen, Anknurren oder Meiden). Zum andern wird die Chip- bzw. Tätowiernummer des Hundes vom Richter überprüft, damit sichergestellt ist, dass auch der angemeldete Hund vorgeführt wird. Im praktischen Teil soll gezeigt werden, dass der Hund die Grundkommandos beherrscht und sich durch den HF führen lässt.
Folgende Übungen werden vom Team Hund-Hundeführer präsentiert und vom Richter bewertet:
 
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Jede Übung wird von dem Richter durch Vergabe von Punkten bewertet. Es können maximal 60 Punkte erreicht werden, zum Bestehen der Prüfung werden 70% der Punkte benötigt, also 42 Punkte.

 

 
3. "Öffentlicher" Teil

Dieser Teil ist eine Besonderheit, da es kein vorgegebenes Schema gibt und keine Punkte vergeben werden, sondern der Richter den Gesamteindruck des Hundes in öffentlichen Bereichen beurteilt. Die im 2. Teil gezeigten Übungen werden jetzt noch mal in öffentlichen Situationen gezeigt und es werden Alltagssituationen nachgestellt. Was genau geprüft wird obliegt dem Richter.

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Im Folgenden ein kleiner Auszug der möglichen Prüfungssituationen:

Wenn der Richter entscheidet, dass der Hund keine Gefahr in den genannten Situationen darstellt, wird die Begleithund-Prüfung als bestanden bewertet. 

Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen persönlich oder per E-Mail zur Verfügung, oder besuchen Sie uns einfach zu den angegebenen Übungszeiten auf unserem Vereinsgelände.

Bis zur bestandenen Prüfung....